Stell dir vor, du könntest überall trainieren – im Park, im Wohnzimmer, auf dem Hotelzimmer, am Strand. Keine Öffnungszeiten, keine Wartezeiten an Geräten, keine monatlichen Beiträge. Calisthenics macht genau das möglich. Es ist die älteste Trainingsform der Welt: Schon die griechischen Soldaten trainierten mit ihrem eigenen Körpergewicht, und bis heute bilden Liegestütze, Klimmzüge und Kniebeugen das Fundament fast jedes militärischen Fitnessprogramms.
Aber Calisthenics ist weit mehr als „nur Liegestütze machen“. Es ist eine Trainingsphilosophie, die deinen Körper als Ganzes stärkt – nicht isolierte Muskeln, sondern Bewegungsmuster. Es verbindet Kraft mit Kontrolle, Ausdauer mit Beweglichkeit. Und das Beste: Es funktioniert nachweislich. Eine Studie im Journal of Strength and Conditioning Research (2018) zeigte, dass ein 8-wöchiges Eigengewichtstrainingsprogramm vergleichbare Kraftzuwächse erzielte wie ein äquivalentes Gewichthebungsprogramm – bei zusätzlich verbesserter Beweglichkeit und Körperkontrolle.
Als Personal Trainer in Neumünster sehe ich regelmäßig Klienten, die erstaunt sind, wie anspruchsvoll Eigengewichtstraining sein kann. Wer zum ersten Mal einen sauberen Pistol Squat versucht oder an einer Muscle-Up-Transition scheitert, versteht sofort: Du brauchst kein Fitnessstudio, um an deine Grenzen zu kommen.
Was genau ist Calisthenics – und wie unterscheidet es sich vom Eigengewichtstraining?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, aber es gibt einen wichtigen Unterschied. Eigengewichtstraining (Bodyweight Training) umfasst alle Übungen, bei denen du dein Körpergewicht als Widerstand nutzt – von einfachen Liegestützen bis zur Plank. Calisthenics ist eine spezifischere Trainingsform, die sich auf fließende, athletische Bewegungsabläufe und fortgeschrittene Skills konzentriert: Muscle-Ups, Human Flags, Freestanding Handstands, Front Levers. Jedes Calisthenics ist Eigengewichtstraining, aber nicht jedes Eigengewichtstraining ist Calisthenics.
🏋 Calisthenics vs. Eigengewichtstraining – der Unterschied
- Eigengewichtstraining: Fokus auf klassische Übungen wie Liegestütze, Kniebeugen, Planks, Lunges. Ziel: Kraft und Kondition aufbauen.
- Calisthenics: Fokus auf athletische Skills und fließende Bewegungen. Enthält zusätzlich: Muscle-Ups, Handstands, L-Sits, Human Flags, Front Levers. Ziel: Kraft, Kontrolle und Körperbeherrschung.
- Gemeinsamkeit: Beide nutzen den eigenen Körper als Widerstand, benötigen keine Gewichte und können überall ausgeführt werden.
Der Begriff stammt aus dem Griechischen: kalos bedeutet „schön“, sthenos bedeutet „Kraft“. Schöne Kraft also – und genau das ist das Ziel. Nicht Masse um jeden Preis, sondern einen funktionellen, kontrollierten, athletischen Körper aufzubauen, der im Alltag und im Sport gleichermaßen performt.
Die 7 Grundübungen des Calisthenics
Jedes Calisthenics-Training basiert auf einer Handvoll fundamentaler Bewegungsmuster. Wer diese beherrscht, hat das Fundament für alle fortgeschrittenen Skills. Hier sind die sieben Grundübungen, die jedes Trainingsprogramm enthalten sollte:
💪 Die 7 Calisthenics-Grundübungen
- Liegestütze (Push-Ups): Der König der Druckübung. Trainiert Brust, Schultern, Trizeps und Rumpfstabilität. Anfänger starten kniend, Fortgeschrittene machen Archer Push-Ups oder einarmige Variationen.
- Klimmzüge (Pull-Ups): Der ultimative Test für die Zugkraft. Latissimus, Bizeps, Unterarme und Rumpf – alles arbeitet zusammen. Wer noch keinen schafft, beginnt mit Australian Rows (Rudern an einer niedrigen Stange).
- Kniebeugen (Squats): Die Basis für Beinkraft. Tiefe Squats mobilisieren Hüften und Knöchel, stärken Oberschenkel und Gesäß. Das Fundament für Pistol Squats.
- Dips: Oberkörper-Druckkraft in vertikaler Richtung. Trainiert Trizeps, vordere Schultern und Brust. Anfänger starten an einer supporting Stange oder mit unterstützten Dips.
- Plank / L-Sit: Rumpfstabilität ist im Calisthenics kein Bonus – sie ist Voraussetzung. Die Plank ist der Einstieg, der L-Sit das Ziel.
- Rückenstrecker (Bridge): Gegenbewegung zur nach vorne gebeugten Haltung. Mobilisiert die Wirbelsäule, stärkt den unteren Rücken und öffnet die Hüftbeuger.
- Pistol Squat (Einbeinige Kniebeuge): Die Königsübung für Beinkraft und Balance. Zeigt, dass Kraft, Beweglichkeit und Kontrolle zusammengehören.
Das Schöne an diesen Übungen: Sie bauen aufeinander auf. Wer saubere Liegestütze kann, kann Pike Push-Ups lernen. Wer Pike Push-Ups beherrscht, ist auf dem Weg zum Handstand. Wer Klimmzüge kann, arbeitet irgendwann am Muscle-Up. Es ist ein endloses System der Progression – und genau das macht es so motivierend.
Progression: Wie du im Calisthenics stärker wirst
Im Fitnessstudio nimmst du einfach mehr Gewicht auf die Stange. Im Calisthenics funktioniert das anders – du steigerst die Schwierigkeit, indem du die Hebelverhältnisse veränderst, die Stützfläche verkleinerst oder einseitige Übungen einbaust. Dieses System nennt sich progressive Überlastung durch Übungsvariation, und es ist der Schlüssel zu nachhaltigem Fortschritt.
Am Beispiel der Liegestütze sieht die Progression so aus:
📊 Push-Up Progression – von Anfänger bis Fortgeschritten
- Wand-Liegestütze: Stehend gegen die Wand. Der leichteste Einstieg.
- Knie-Liegestütze: Auf den Knien, Hände auf Schulterbreite.
- Normale Liegestütze: Der Standard. Körper gerade, Brust bis zum Boden.
- Diamond Push-Ups: Hände eng zusammen – mehr Trizeps-Fokus.
- Decline Push-Ups: Füße erhöht – mehr Schulter- und Oberbrust-Fokus.
- Pike Push-Ups: Hüfte hoch, Fokus auf Schultern – der Weg zum Handstand.
- Archer Push-Ups: Ein Arm gestreckt, der andere trägt mehr Last – Vorstufe zum einarmigen Push-Up.
- Einarmige Liegestütze: Der ultimative Test für Druckkraft mit eigenem Körpergewicht.
Dasselbe Prinzip gilt für jede andere Übung. Klimmzüge starten mit Australian Rows, gehen über zu Negativ-Klimmzügen, dann zu unterstützten Klimmzügen und schließlich zum freien Klimmzug. Squats werden von der normalen Kniebeuge über Assisted Pistol Squats zum freien Pistol Squat progressiv. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf, und du kannst immer die Variante wählen, die dich im idealen Bereich von 5 bis 12 Wiederholungen fordert – der optimalen Zone für Kraft- und Muskelaufbau.
In meiner Arbeit als Personal Trainer in Neumünster nutze ich dieses Progressions-System für jeden Klienten. Es macht keinen Sinn, jemanden an einen Muscle-Up heranzuführen, der noch keinen sauberen Klimmzug kann. Die Progression ist nicht linear – manchmal verbringst du Wochen auf einer Stufe, bevor du weiterkommst. Aber genau diese Geduld führt zu nachhaltigem Fortschritt und verletzungsfreiem Training.
Kann man mit Calisthenics wirklich Muskeln aufbauen?
Die kurze Antwort: Ja. Absolut. Die lange Antwort erklärt, warum.
Muskelaufbau wird durch drei Mechanismen gesteuert: mechanische Spannung, metabolischen Stress und Muskelschäden. Keiner dieser Mechanismen erfordert Gewichte. Was sie erfordern, ist eine ausreichende Belastung des Muskels – und die kannst du durch schwierigere Übungsvariationen, langsamere Tempi oder einseitige Übungen erreichen.
Eine vielzitierte Studie aus dem European Journal of Applied Physiology (2016) verglich 12 Wochen Liegestütze mit 12 Wochen Bankdrücken. Das Ergebnis: Beide Gruppen zeigten signifikante und vergleichbare Zuwächse in Brustmuskelstärke und -dicke. Der Muskel reagiert auf Spannung – egal, ob die von einer Hantel oder vom eigenen Körpergewicht kommt.
🎯 Die 3 Wege zur progressiven Überlastung im Calisthenics
1. Übungsvariation: Von einfachen zu schwierigeren Übungen wechseln (z.B. Knee Push-Up → Push-Up → Archer Push-Up).
2. Zeit unter Spannung (Time Under Tension): Die Übungen langsamer ausführen – 3 Sekunden runter, 1 Sekunde Pause, 2 Sekunden hoch. Das erhöht die Belastung ohne Zusatzgewicht.
3. Einseitige Übungen (Unilateral Training): Pistol Squats, Archer Push-Ups, einarmige Planks – sie verdoppeln effektiv die Last auf der arbeitenden Seite.
Der einzige Bereich, in dem Calisthenics an Grenzen stößt, ist das isolierte Training einzelner Muskeln. Wer Bizeps-Curls mit 30 kg machen will, braucht eine Hantel. Aber für funktionelle Kraft, athletische Leistungsfähigkeit und einen ästhetischen, muskulösen Körper ist Eigengewichtstraining mehr als ausreichend – und in vielen Aspekten sogar überlegen, weil es immer auch Rumpfstabilität und Koordination trainiert.
Der perfekte Einstieg: Trainingsplan für Anfänger
Du hast noch nie trainiert? Kein Problem. Calisthenics ist die einsteigerfreundlichste Trainingsform überhaupt, weil du bei null anfangen kannst und dich schrittweise steigerst. Hier ist ein vollständiger 3-Tage-Plan für die ersten 4 bis 8 Wochen:
📅 Calisthenics Anfänger-Plan (3x pro Woche)
Tag 1: Druck & Beine
- • Liegestütze (oder Knie-Liegestütze): 3 × 8-12
- • Kniebeugen: 3 × 12-15
- • Dips (an einer Stange oder Unterstützung): 3 × 6-10
- • Plank: 3 × 30-60 Sekunden
- • Auslaufen / 10 Minuten spazieren
Tag 2: Zug & Rumpf
- • Australian Rows (Rudern an niedriger Stange): 3 × 8-12
- • Negativ-Klimmzüge (langsam runterlassen): 3 × 4-6
- • Glute Bridges: 3 × 12-15
- • Hollow Body Hold: 3 × 20-30 Sekunden
- • Dehnung / Mobility: 10 Minuten
Tag 3: Ganzkörper & Balance
- • Liegestütze: 3 × 8-12
- • Australian Rows: 3 × 8-12
- • Lunges (Ausfallschritte): 3 × 10 pro Seite
- • Plank mit Schulterklopfen: 3 × 20 Sekunden
- • Bridge (Rückenstreckung): 3 × 15-20 Sekunden halten
Trainingsdauer: ca. 30-40 Minuten. Pausen: 60-90 Sekunden zwischen Sätzen. Wichtig: Mindestens ein Ruhentag zwischen den Einheiten.
Die wichtigste Regel für Anfänger: Technik vor Anzahl. Ein sauberer Liegestütz mit voller Bewegungsamplitude ist mehr wert als zehn halbe, bei denen der Körper durchhängt. Wenn du eine Übung nicht sauber ausführen kannst, wähle die leichtere Variante. Das ist kein Zeichen von Schwäche – es ist intelligenteres Training.
Fortgeschrittene Skills: Der Weg zum Muscle-Up
Der Muscle-Up ist der Heilige Gral des Calisthenics: Ein Klimmzug, der in einen Dip übergeht. Die Transition – der Moment, in dem du deine Hände von der Zug- in die Druckposition bringst – ist der schwierigste Teil. Wer ihn meistert, hat eine Kombination aus Rohkraft, Explosivität und Technik, die nur wenige besitzen.
Hier ist die Progression, die ich mit meinen Klienten in Neumünster arbeite:
🚀 Muscle-Up Progression – Schritt für Schritt
- Grundvoraussetzungen: 10 saubere Klimmzüge und 10 saubere Dips. Ohne diese Basis geht nichts.
- High Pull-Ups: Klimmzüge bis zur Brust, nicht nur bis zum Kinn. Trainiert die Explosivität für die Transition.
- Negativ-Muscle-Ups: Starte oben in der Dip-Position und lasse dich langsam durch die Transition nach unten. Stärkt genau die Muskeln, die du für den Aufstieg brauchst.
- Band-assistierte Muscle-Ups: Ein Widerstandsband nimmt dir etwas Last. Reduziere die Bandstärke schrittweise.
- Der k-Shape: Beim Muscle-Up lehnst du dich leicht nach hinten (k-Shape), um Schwung für die Transition zu nutzen. Nicht betrügen – aber dieses Detail macht den Unterschied.
- Der freie Muscle-Up: Explosiv hochziehen, Transition durchdrücken, Dip oben abschließen. Der Moment, wenn es klappt, ist unvergesslich.
Weitere fortgeschrittene Skills, die sich lohnen: Handstand (schulterstärkend und balancefördernd), Front Lever (extreme Rumpf- und Rückenkraft), Human Flag (laterale Rumpfkraft und Schulterstabilität) und L-Sit (die perfekte Rumpfübung). Jeder dieser Skills hat seine eigene Progressionskette, und das Erreichen jedes einzelnen ist ein Meilenstein.
Calisthenics vs. Fitnessstudio: Was ist besser?
Die Frage stellt sich fast jeder, der mit Eigengewichtstraining beginnt. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber für die meisten Menschen ist eine Kombination optimal.
⚖️ Calisthenics vs. Fitnessstudio – der direkte Vergleich
💪 Kraftaufbau:
Gewichtetraining bietet einfachere progressive Überlastung (mehr Gewicht drauflegen). Calisthenics erfordert mehr Kreativität, liefert aber vergleichbare Ergebnisse für die meisten Muskelgruppen. Vorteil: Fitnessstudio (knapp)
🦴 Gelenkgesundheit:
Eigengewichtstraining arbeitet mit natürlichen Bewegungsmustern und baut immer auch Stabilität mit auf. Weniger Isolation, weniger einseitige Belastung. Vorteil: Calisthenics
🏃 Funktionalität:
Calisthenics trainiert Bewegungen, keine Muskeln. Die Resultate sind direkt im Alltag anwendbar. Vorteil: Calisthenics
🏠 Zugänglichkeit:
Überall, jederzeit, ohne Ausrüstung. Vorteil: Calisthenics
📊 Messbarkeit:
Im Fitnessstudio siehst du genau: 80 kg heute, 85 kg nächste Woche. Im Calisthenics ist der Fortschritt schwerer zu quantifizieren. Vorteil: Fitnessstudio
Meine Empfehlung als Personal Trainer: Nutze beides. Eigengewichtstraining als Basis, Gewichte für gezielten Muskelaufbau und maximale Kraft. Die besten Athleten der Welt machen genau das – und die Ergebnisse sprechen für sich. Aber wenn du dich für eines entscheiden musst: Calisthenics gibt dir mehr für deinen Alltag, ist nachhaltiger und hat eine geringere Verletzungsanfälligkeit.
Die 5 häufigsten Anfängerfehler im Calisthenics
In meiner Praxis als Personal Trainer in Neumünster sehe ich immer wieder die gleichen Fehler. Hier sind die fünf häufigsten – und wie du sie vermeidest:
❌ Die 5 häufigsten Fehler
- Zu schnell, zu schwer: Du willst den Muscle-Up, bevor du 10 Klimmzüge kannst. Die Folge: schlechte Technik, Kompensationsmuster, Verletzungsrisiko. Lösung: Beherrsche jede Stufe, bevor du zur nächsten gehst.
- Zugkraft wird vernachlässigt: 80% der Anfänger machen Liegestütze, aber keine Klimmzüge. Das führt zu muskulären Dysbalancen und Schulterproblemen. Lösung: Jede Druckübung braucht eine Zugübung.
- Keine Progression: Wer 3 Monate lang die gleichen 3 Sätze zu 10 Liegestütze macht, stagniert. Der Körper braucht neue Reize. Lösung: Alle 2-4 Wochen die Übungsvariation oder das Tempo ändern.
- Rumpfstabilität wird ignoriert: Ohne stabilen Rumpf funktioniert kein fortgeschrittener Skill. Lösung: Hollow Body Hold, L-Sit und Plank-Variationen in jedes Training einbauen.
- Keine Regeneration: Calisthenics fühlt sich oft „leichter“ an als Gewichtheben – aber das Zentralnervensystem wird stark belastet, besonders bei fortgeschrittenen Skills. Lösung: Mindestens 2 Ruhentage pro Woche, 7-8 Stunden Schlaf.
Calisthenics und Ernährung: Was dein Körper braucht
Ohne die richtige Ernährung bleibt der beste Trainingsplan auf der Strecke. Für Calisthenics-Athleten gibt es einige Besonderheiten:
Protein: Wie bei jeder Trainingsform brauchst du ausreichend Protein für Muskelaufbau und Regeneration. 1,6 bis 2,0 g pro kg Körpergewicht sind der optimale Bereich. Gute Quellen: Hähnchenbrust, Quark, Eier, Linsen, Tofu.
Kohlenhydrate: Calisthenics ist intensiv – besonders die fortgeschrittenen Skills erfordern schnelle Energie. Komplexe Kohlenhydrate wie Haferflocken, Kartoffeln und Vollkornprodukte liefern den Treibstoff.
Fette: Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gelenkgesundheit – und Gelenke werden im Calisthenics stark beansprucht. Lachs, Walnüsse und Leinöl gehören auf den Speiseplan.
Hydration: Bei intensiven Eigengewichtseinheiten schwitzt du massiv. 0,5 bis 0,7 Liter pro Stunde Training sind ein guter Richtwert. Bei längeren Einheiten: Elektrolyte ergänzen.
Ausrüstung: Was du wirklich brauchst
Das Versprechen von Calisthenics lautet: Du brauchst nichts außer deinem Körper. Und für die Grundübungen stimmt das. Aber wenn du fortgeschritten werden willst, gibt es ein paar Ausrüstungsgegenstände, die den Unterschied machen:
🔧 Die Calisthenics-Ausrüstung – von kostenlos bis minimal
- Klimmzugstange (ca. 30-50 €): Türreck oder freistehend. Für Pull-Ups, Chin-Ups, Hanging Knee Raises und Muscle-Up-Vorbereitung unverzichtbar.
- Turnringe (ca. 25-40 €): Das vielseitigste Calisthenics-Gerät. Erlauben Ring Rows, Ring Dips, Muscle-Ups und unzählige Progressionen. Die Instabilität trainiert zusätzlich Stabilisatoren.
- Widerstandsbänder (ca. 15-25 €): Perfekt für unterstützende Übungen (Assisted Pull-Ups) und als mobiles Trainingsgerät. Verschiedene Stärken für verschiedene Übungen.
- Parallettes (ca. 30-60 €): Kleine Holzkörperstützen für L-Sits, Handstand-Vorbereitung und tiefe Dips. Alternativ: Zwei stabile Stühle.
- Nichts (0 €): Liegestütze, Kniebeugen, Planks, Lunges, Glute Bridges, Burpees – alles funktioniert auf dem Boden.
Gesamtkosten für eine vollständige Calisthenics-Ausrüstung: unter 150 €. Vergleich das mit einem Jahresabo im Fitnessstudio. Und das Beste: Du trainierst überall – im Park, im Garten, auf Geschäftsreise, im Hotelzimmer.
Calisthenics in Neumünster: Trainieren wo andere Urlaub machen
Neumünster bietet fantastische Möglichkeiten für Calisthenics-Training. Der Stadtpark hat einen öffentlichen Calisthenics-Park mit Klimmzugstangen, Dip-Stationen und Parallelbarren. Der Ratsteich bietet die perfekte Kulisse für Outdoor-Training im Sommer. Und bei schlechtem Wetter reicht ein Wohnzimmer mit einer Türreck.
Als Personal Trainer in Neumünster biete ich spezielle Calisthenics-Einheiten an – ob als Einstieg für Anfänger, als gezieltes Skill-Training für Fortgeschrittene oder als Ergänzung zu einem bestehenden Trainingsplan. Wir arbeiten an deiner Technik, deiner Progression und deinem individuellen Trainingsplan. Draußen, drinnen, überall.
Fazit: Dein Körper ist dein Fitnessstudio
Calisthenics ist mehr als eine Trainingsform – es ist eine Philosophie. Die Philosophie, dass du alles brauchst, um stark, beweglich und gesund zu werden, bereits in dir trägst. Du brauchst keine Mitgliedschaft, keine Ausreden. Nur den Willen anzufangen und die Disziplin, weiterzumachen.
Die Progression im Calisthenics ist unendlich: Vom ersten Knie-Liegestütz bis zum einarmigen Handstandpush-up reicht ein Weg, der Jahre dauern kann – und der dich jeden Tag etwas Neues lehrt. Jede gemeisterte Stufe ist ein Erfolgserlebnis, jede neue Übungsvariation eine Herausforderung. Es gibt keine Plateaus im Calisthenics – nur neue Skills zu erlernen.
Ob du als Anfänger mit Liegestützen und Kniebeugen beginnst oder als Fortgeschrittener an Muscle-Ups und Front Levers arbeitest – ich helfe dir, deinen nächsten Schritt zu finden. Als dein Personal Trainer in Neumünster stehe ich dir mit Erfahrung, Technikwissen und einem individuellen Trainingsplan zur Seite. Lass uns starten.
Bereit, dein Eigengewichtstraining zu starten?
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Jetzt kostenloses Erstgespräch sichernHäufig gestellte Fragen zu Calisthenics und Eigengewichtstraining
Was ist der Unterschied zwischen Calisthenics und normalem Eigengewichtstraining?
Eigengewichtstraining (Bodyweight Training) umfasst alle Übungen, bei denen du dein eigenes Körpergewicht als Widerstand nutzt – von Liegestützen bis Planks. Calisthenics ist eine spezifischere Trainingsform innerhalb des Eigengewichtstrainings, die sich auf fließende, athletische Bewegungsabläufe und fortgeschrittene Skills wie Muscle-Ups, Human Flags und Freestanding Handstands konzentriert. Jedes Calisthenics ist Eigengewichtstraining, aber nicht jedes Eigengewichtstraining ist Calisthenics.
Kann ich mit Calisthenics genauso viel Muskeln aufbauen wie im Fitnessstudio?
Ja, absolut. Der Muskelaufbau wird durch mechanische Spannung und progressive Überlastung gesteuert – nicht durch die Art des Widerstands. Mit Calisthenics erreichst du progressive Überlastung durch schwierigere Übungsvariationen (z.B. von Liegestützen zu Pike Push-Ups zu Handstand-Liegestützen), einseitige Übungen (Pistol Squats, Archer Push-Ups) und Zeit unter Spannung. Studien zeigen vergleichbare Muskelzuwächse zwischen Gewichts- und Eigengewichtstraining bei gleicher Intensität.
Wie starte ich als Anfänger mit Calisthenics?
Beginne mit den Grundübungen: Liegestütze (oder kniend, falls nötig), Kniebeugen, Planks und Australian Rows (Rudern an einer Stange in Hüfthöhe). Trainiere 3-mal pro Woche, 3 Sätze pro Übung, 8-15 Wiederholungen. Achte auf saubere Technik und steigere schrittweise die Schwierigkeit. Ein Personal Trainer kann dir helfen, den perfekten Einstieg zu finden und deine Form zu korrigieren.
Brauche ich Ausrüstung für Calisthenics?
Für die Grundübungen brauchst du keine Ausrüstung – nur deinen Körper. Für Fortgeschrittene empfiehlt sich eine Klimmzugstange (ca. 30-50€), Turnringe (ca. 25-40€) und Parallettes (kleine Holzkörperstützen). Ein Widerstandsband kann bei der Unterstützung von Übungen helfen. Der finanzielle Einstieg ist minimal verglichen mit einem Fitnessstudio-Abo.
Wie oft sollte ich Calisthenics pro Woche trainieren?
Für Anfänger sind 3 Trainingseinheiten pro Woche optimal – mit mindestens einem Ruhentag dazwischen. Fortgeschrittene können 4-5 Einheiten trainieren, sollten aber darauf achten, verschiedene Muskelgruppen zu betonen und Regeneration einzubauen. Calisthenics belastet das Zentralnervensystem intensiv, besonders bei fortgeschrittenen Skills – daher ist Qualität wichtiger als Quantität.
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Boris Müllenbach
Personal Trainer in Neumünster – über 10 Jahre Erfahrung in Krafttraining, Ernährungsberatung und nachhaltiger Verhaltensveränderung. Kontakt aufnehmen